Eleven

To you, some thoughts..

Rainmaker - Alienation// Review

Rainmaker – Alienation

(Dog Knight Productions, Vinyl)

Nachdem ich mir die erste LP der Schweden auf ihrer letzten Tour habe kaufen wollen und feststellen musste, dass sie innerhalb weniger Tage bereits ausverkauft war, ist ALIENATION nun doch endlich noch bei mir eingetrudelt. Die ganze Zeit hatte ich Angst, ich würde das Album in digitaler Form zu Tode hören und hätte letztlich keine große Lust mehr, mir die Platte im Original anzuhören…. weit gefehlt! Seitdem das Original bei mir eingetroffen ist, läuft es nahezu täglich.

Die Platte schafft es, mir exakt das selbe Gefühl, wie bei den bisher vier Malen, die ich sie habe live erleben dürfen, wieder zu vermitteln. Angefangen mit dem instrumentalen „Abolish…“, welches einen mit seinen ruhigen und atmosphärischen Melodien in Gedanken und Träumereien versinken lässt, aus welchen man mit dem brachialen und unerwarteten Beginn von „Still waters run deep“ auch direkt wieder herausgerissen. Dieser abrupte Übergang wirkt wie eine Art Weckruf. Gerade noch waren die Gedanken frei, nun werden einen plötzlich die Augen geöffnet. Nicht nur, dass man schlagartig wach ist, man scheint zum ersten Mal tatsächlich klar zu sehen.

„Yes, my heart is still pumping the bloody pain of these long years of silence and disappointments…“. (Still waters run deep)

Stille und Einsamkeit ziehen sich thematisch wie ein roter Leitfaden durch das komplette Album, allerdings ohne sich jemals damit abfinden zu wollen.

„Whoever you are, don´t undergo their oppression, the only person you should live up to is yourself. Never let them silence you!“ (Rather die young than die young at heart)

Egal auf welche Situation bezogen „Alienation“ wirkt, als wolle es Kraft geben, weiterhin zu sich selbst zu stehen, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen und die Tatsache, dass man „Anders“ ist eher als Vorteil zu nutzen.

Auch die anfänglichen verträumten Melodien von „Abolish…“ finden sich im weiteren Verlauf des Longplayers immer wieder. Das ist mitunter ein Grund, weswegen ich mir auch heute die Platte noch immer anhören kann, ohne dass sie mich langweilt… ALIENATION ist eingängig, wohl überlegt, aber vor allem auch abwechslungsreich. Und was für mich persönlich wohl am wichtigsten ist: sie steckt voller Emotionen und jeder Menge Energie, die sowohl hörbar als auch spürbar ist!

- dizzie

http://rainmakerband.bandcamp.com

Dearest - Eleven

Bait - Cursed Among Saints// Review

Bait – Cursed Among Saints

(Woodhammer Entertainement/ Savrvs Brothers, Vinyl)

Diese 10inch passt perfekt in die kalte Jahreszeit. CURSED AMONG SAINTS liefert die erste Veröffentlichung des jungen Quartetts aus Würzburg. Released wurde die Platte von WOODHAMMER ENTERTAINMENT aus Künzelsau und SAVRVS BROTHERS aus Pecs/ Ungarn, welche auch jeweils noch recht neu sind.

Die Aufnahmen sind super auf die Atmosphäre der Songs selbst abgestimmt, so dass es insgesamt noch düsterer klingt. Songwriting, Covergestaltung, Sound… man merkt, dass sich hier Gedanken gemacht wurden und alles aufeinander abgestimmt wurde.

Die insgesamt 5 düsteren und atmosphärischen Songs überrumpeln einen nahezu. Obwohl man sich größtenteils im Mid-Tempo bewegt, spürt man ganz deutlich die Energie, die von jedem Instrument einzeln ausgeht. Ich kenne sonst kaum eine Platte, bei der mir bewusst die Bassspur aufgefallen wäre..

Besonders gut gefällt mir „Sermon“, welcher erst einmal nur mit dem wunderschönen Klang von treibenden Blastbeats beginnt, um letztendlich genau so weiterzumachen.

Der Titeltrack wiederum kommt mit einem einprägsamen Refrain, der direkt im Ohr bleibt.

Alles in allem ein sehr vielversprechendes erstes Release. „Leviathan“ hätte man sich meiner Meinung nach sparen können. Der Akustiksong ist durchaus nett anzuhören, aber eben auch nichts weltbewegendes.

Wer auf düsteren Hardcore im Stile von OATHBREAKER oder CVLT OF GRACE steht, sollte hier zulangen!

- dizzie

https://www.facebook.com/baitofficial

https://www.facebook.com/WoodhammerEntertainment

https://www.facebook.com/savrvsbros

Reflektion des Besonderen

Wenn das als etwas Besonderes geglaubte seine Besonderheit verliert, muss der Besondere sich an die Tatsache gewöhnen, nichts Besonderes mehr zu sein.. sondern üblich. Wer sagt, dass der Besondere überhaupt jemals für jemanden besonders war, nur weil er in dem Anderen etwas besonderes gesehen hat? Und was macht das Besondere aus? Wie wird der Besondere plötzlich üblich; auf eine besondere Art und Weise sogar selbstverständlich? Wenn das Besondere so schnell an Besonderheit verloren hat, kann es dann überhaupt jemals so besonders gewesen sein, wie gedacht? Doch trotz all der Zweifel stellt sich durch das Bewusstsein des Selbstverständlichen schließlich doch heraus, dass das Nicht-besondere letztlich doch besonders war, solange man es selbst als etwas Besonderes in Erinnerung behält.

- dizzie

Nägel

Stillgestanden im Fortschritt – durch den Widerspruch in mir selbst

Ich glaubte gefunden zu haben, was ich suche, wonach es mir sehnt.

Die Sicherheit, in der ich mich glaubte,

Eiserne Nägel, die anfingen zu rosten.

Ein Schein der Sicherheit, im Schutz der Abhängigkeit.

Stillgestanden, um nicht mehr reflektieren zu müssen;

Oder nur, um den Schmerz der Nägel nicht mehr zu spüren?

Je länger und tiefer die Nägel im Fleische rosten,

Desto schneller stirbt die Aussicht auf Zufriedenheit und Wohlwollen.

Mit dem Geschmack von Salz auf den Lippen,

Ziehe ich Nagel für Nagel.

Um die Löcher, die sie hinterlassen,

Mit neuen Erinnerungen zu füllen.

- dizzie

Twelve

love is lovely
but reality tells another story
our words are still the same
but we do speak in different languages
“i will never lie to myself again”, i wrote once
- it was a lie as always
my words are painting things in grey
even the brightest colour seems to be colourless
some days ago, i drew a picture out of emotions
surrounded by arms that kept me breathing
pictures are fading, bombs are still ticking
and to be honest, these arms left me breathless

even though i never believed in gods and masters
i was building up a throne some days ago
i’ve built it as high as the highest mountain
so it was hard to reach it for anyone
i’ve always thought it’s giving me a basement
to keep the progress going on
but i recognized that if i want to avoid a stagnation
i have to tear down this throne

but i won’t say goodbye
cause i’ve never been welcome
and i won’t close this chapter
did you read it? it’s about us
for a long time we walked the same path
although there has never been a common direction
for sure i will keep walking this path
nevertheless which direction you’ll choose

i won’t say goodbye
cause goodbye means going away
and going away
means forgetting

- dizzie

Eleven

It´s this never ending fight
Between my heart and my mind
My mouth is begging for truth
But my lips are closed too hard
My tongue has never burnt that much
But I better swallow everything I feel
Should I be honest to myself?
Or should I just prefer the easier way?

It feels like bombs are ticking in my head
Just a few seconds to destruction
But your deep breath keeps me calm
And put out the fuze for the very last time
My heart seems to beat slower
And my mind stops fighting against me
The closer your arms surround me
The easier I do really understand
- Who I really am

Hopes don´t seem to be far away anymore
Dreams are becoming real this time
The light is shining brighter and longer
And I start to realize
Things have never been what they were supposed to be
Reality is not what it seems to be
You gave me the power, you gave me the strength
That I can use my tongue in the words of my heart

Thanks for everything
I will never lie to myself again

- dizzie

http://dearestband.bandcamp.com/track/eleven-2