Eleven

To you, some thoughts..

Lilith - Demo 2014// Review

Lilith - Demo 2014

(DIY, Tape)

All of you should know the situation showing somebody who is not into hardcore music the bands you love. Everything you´ll hear is that they like the music but they can´t understand why this guy with the microphon is screaming that painfully. And if you show them some more bands they won´t see a difference. Even if you show them completely different styles of hardcore. For them it all sounds the same. To be honest, they are not that wrong. It´s the same problem with each other kind of music. There are some special aspects you have to follow if you want to play in a hardcore band. These thing you´ll hear in nearly every hardcore band.

But sometimes there are some bands which do not fit in this pool of everything-sounds-the-same. These are bands which don´t achieve your expectations, they beat them!

As I´ve listened the first time to LILITH I didn´t real know what I am listening to. The first songs they´ve uploaded on their bandcamp page have been just some indefinable noises. As I´ve seen them the first time playing I was completely enthused! But now they released a demo tape including 7 songs of 90s emo influenced by some jazzy tunes… and I am more then enthused!

What is so special about them? - It´s these varied songs, these jazzy tunes mixed up with the typical 90s emo style and these mixed up three voices singing all together different words without letting it sound messy. Sometimes they also remind me of MANKU KAPAK (what is definitely meant as a compliment!).

What else is special about them? - The fact that their drummer just started playing drums as they´ve found the band.

Some last fact what is special about their music? - Normaly I don´t like jazz at all. But these little jazzy influences they are mixing their songs with creates such an amazing dreamy atmosphere where you can completely loose yourself in your thoughts.

My favourite song? - „Fallen“ and „Wo“.

- dizzie

http://lilithhc.bandcamp.com/album/demo

Demo, by lilith

Amazing 3-piece-screamo from nuremberg!

Interview mit Jessica/ JMB. Designs

Ich bewundere es jedes Mal wieder, wenn Leute neben der Musik kreativ sind, sich auf eine andere Weise ausleben und ihren Gedanken durch andere Medien freien Lauf lassen.
Jessica ist ein gutes Beispiel hierfür. Kennengelernt habe ich sie durch ihre Band “I Saw Daylight”. Recht schnell hatte ich mitbekommen, dass sie zuständig für jegliche Designs der Band ist. Als sie dann plötzlich noch eigene Zeichnungen bei den Konzerten dabei hatte, wurde ich aufmerksam. Ihr Stil gefiel mir auf Anhieb. Nicht viel später baute sie sich eine Internetpräsenz auf und nahm auch Aufträge entgegen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar, dass ein Gespräch mit ihr sicher sehr interessant sein würde…

"My name’s Jessica. I draw."

Jessica, wie kamst du zum Zeichnen?

Relativ „spontan“. Ich hasste meinen Kunst Leistungskurs in der Oberstufe und war dementsprechend oft krank. Im ersten Semester dann hab mir zum Entspannen einfach mal eine Leinwand und ein Acrylfarben 5er Pack im Ein-Euro Laden gekauft. Das ganze machte viel mehr Spaß (und darum geht es mir) als gedacht und dann ging es los mit Rumprobieren & Experimentieren.


Wie lange zeichnest du schon?

Genau 1 Jahr jetzt. Letzten Sommer um diese Zeit hab ich angefangen rumzuprobieren.


Wie kann man sich den Entstehungsprozess eines deiner Bilder vorstellen?

Erstmal wird Kaffee gekocht und eine hippe Deephouse/ Shoegaze Platte rausgekramt. Und dann kommt es im Grunde genommen wirklich darauf an, wie ich mich fühle und was mich zurzeit bewegt. Wenn ich also mit Bleistift und Papier an meinem Schreibtisch sitze weiß ich nie genau was im Endeffekt auf dem Blatt zu sehen sein wird. Die Ideen kommen quasi immer während dem Malprozess. Sowas wie Konzepte oder Skizzen mach ich nicht.


Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit für die Illustrationen mit der einen Song zu schreiben; vor allem bei der Entstehung?

Bei deinen Zeichnungen bist du auf dich allein gestellt. Du machst dir persönlichere Gedanken über deine bevorstehende Arbeit und musst sie auch niemandem mitteilen. Wenn ich jetzt mit meinen 4 besten Freunden im Proberaum sitze und an einem Song rumfeile ist das schlicht und ergreifend Teamwork, die Spaß macht. Klar, im Endeffekt hat der Song auch einen etwas bewegenderen Inhalt aber der Entstehungsprozess ist eindeutiger „unbesinnlicher“ und somit auch leichter. Außerdem muss ein Song (Refrain, Strophe) zusammenpassen (zumindest wenn man kein Mid 90’ Screamo machen will), bei den Bildern kann es passieren, dass das Ergebnis etwas komplett Wildes, Verrücktes ist.


Was denkst du selbst, wie wichtig es ist, auch noch neben der Musik aktiv/ kreativ zu sein?

Unfassbar wichtig. In meinem Freundeskreis macht wirklich jeder etwas neben der Musik. Vom Label bis hin zur Bookingagentur. Ohne Engagement und ohne Herzblut neben dem Musikmachen kann man die ganze Musikszene den Hasen geben. Nicht nur Famepunkte sammeln und seinen tattoowierten Astralkörper auf der Bühne präsentieren, sondern Geben & Nehmen. Das ist der Plan.


Woran denkst du beim Zeichnen? Gehen dir zu deinen Bildern bestimmte Geschichten durch den Kopf? Gibt es einen Inhalt, eine Botschaft, die du vermitteln willst?

Im Grunde genommen gibt es immer eine Botschaft, ob sie der Betrachter noch nachvollziehen kann ist die andere Frage ;). Wenn ich zeichne, dann sind meine Gedanken auch wirklich nur bei dem Bild. Ich denk mir quasi nicht während dem Zeichnen „Scheiße eh, du musst noch Wäsche waschen und dein Auto putzen.“ Eine direkte Message vermitteln möchte ich nicht. Jeder Mensch kann sich mit dem Bild selber identifizieren und sollte sich seine eigene Geschichte darum bilden. Das Scheren/ Schmetterling Bild zum Beispiel hängt jetzt bei einigen Leuten an den Zimmerwänden. Dass ich das Bild für meine verstorbene Oma gemalt habe, die Schneiderin war, kann, denke ich, niemand aus dem Bild lesen.


Wenn du dich jetzt entscheiden müsstest, was würdest du vorziehen? Das Zeichnen oder die Musik? Warum?

Schwierige Frage. Ich würde mich für die Musik entscheiden, weil ich schon seit meinem 12 Lebensjahr in dem Ding involviert bin. Außerdem macht es so unvorstellbar viel Spaß mit seinen besten Freunden Musik zu machen und Gigs zu spielen. Das hat man beim Zeichnen nicht. Da könnte man höchstens alleine zu einer Kunstausstellung fahren und dabei Earl Grey schlürfen. Aber auch das wäre schön, nur kein Dauerzustand.


Bietest du deine Kunst auch anderen an oder betreibst du das Ganze eher für dich und Freunde?

Mir kann jeder Mensch, jede Band eine Mail schreiben, falls jemand an einem Design interessiert ist. Ich bin offen für alles! Im Spätsommer folgen auch neue, größere Prints, die man für wenig Geld via Internet oder Shows erwerben kann

Was macht eine gute Zeichnung für dich aus?

Man muss es nicht können, man muss es fühlen.“ Das wäre Nummer eins. Ich könnte eine Woche lang ein wunderschönes Bild malen und mir nichts dabei denken. Was bringt mir das im Endeffekt? Nichts. Und der zweite Aspekt, der für mich eine gute Zeichnung ausmacht: Die Liebe zum Detail. Das Durchhaltevermögen. Die Ausdauer.


Gibt es Künstler, die dich beeinflusst haben?

Miguel Endara, der Mann, dessen Bilder aus 3,2 Millionen Punkten bestehen und 210 Stunden benötigen. Er beeinflusst mich insofern, dass ich ihn einfach bewundere und auch gerne so eine Masse an Talent hätte. Auch Andrei Svetov, ein russischer Tattoowierer, hat mich mit seinem Stil komplett beeindruckt und bestimmt auch unterbewusst beeinflusst.

Da das Interview schon etwas älter ist, hat sich mit der Zeit natürlich einiges verändert.. Mittlerweile tättoowiert Jessica sogar.

https://www.facebook.com/JmbDrawingsIllustrationDesign

http://jmbdrawings.tumblr.com
http://jmbdrawings.bigcartel.comimage

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Cœur Solitaire, by I Saw Daylight

Newest record from I SAW DAYLIGHT.

"The Healing" is my favourite song so far.

Rainmaker - Alienation// Review

Rainmaker – Alienation

(Dog Knight Productions, Vinyl)

Nachdem ich mir die erste LP der Schweden auf ihrer letzten Tour habe kaufen wollen und feststellen musste, dass sie innerhalb weniger Tage bereits ausverkauft war, ist ALIENATION nun doch endlich noch bei mir eingetrudelt. Die ganze Zeit hatte ich Angst, ich würde das Album in digitaler Form zu Tode hören und hätte letztlich keine große Lust mehr, mir die Platte im Original anzuhören…. weit gefehlt! Seitdem das Original bei mir eingetroffen ist, läuft es nahezu täglich.

Die Platte schafft es, mir exakt das selbe Gefühl, wie bei den bisher vier Malen, die ich sie habe live erleben dürfen, wieder zu vermitteln. Angefangen mit dem instrumentalen „Abolish…“, welches einen mit seinen ruhigen und atmosphärischen Melodien in Gedanken und Träumereien versinken lässt, aus welchen man mit dem brachialen und unerwarteten Beginn von „Still waters run deep“ auch direkt wieder herausgerissen. Dieser abrupte Übergang wirkt wie eine Art Weckruf. Gerade noch waren die Gedanken frei, nun werden einen plötzlich die Augen geöffnet. Nicht nur, dass man schlagartig wach ist, man scheint zum ersten Mal tatsächlich klar zu sehen.

„Yes, my heart is still pumping the bloody pain of these long years of silence and disappointments…“. (Still waters run deep)

Stille und Einsamkeit ziehen sich thematisch wie ein roter Leitfaden durch das komplette Album, allerdings ohne sich jemals damit abfinden zu wollen.

„Whoever you are, don´t undergo their oppression, the only person you should live up to is yourself. Never let them silence you!“ (Rather die young than die young at heart)

Egal auf welche Situation bezogen „Alienation“ wirkt, als wolle es Kraft geben, weiterhin zu sich selbst zu stehen, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen und die Tatsache, dass man „Anders“ ist eher als Vorteil zu nutzen.

Auch die anfänglichen verträumten Melodien von „Abolish…“ finden sich im weiteren Verlauf des Longplayers immer wieder. Das ist mitunter ein Grund, weswegen ich mir auch heute die Platte noch immer anhören kann, ohne dass sie mich langweilt… ALIENATION ist eingängig, wohl überlegt, aber vor allem auch abwechslungsreich. Und was für mich persönlich wohl am wichtigsten ist: sie steckt voller Emotionen und jeder Menge Energie, die sowohl hörbar als auch spürbar ist!

- dizzie

http://rainmakerband.bandcamp.com

Dearest - Eleven

Bait - Cursed Among Saints// Review

Bait – Cursed Among Saints

(Woodhammer Entertainement/ Savrvs Brothers, Vinyl)

Diese 10inch passt perfekt in die kalte Jahreszeit. CURSED AMONG SAINTS liefert die erste Veröffentlichung des jungen Quartetts aus Würzburg. Released wurde die Platte von WOODHAMMER ENTERTAINMENT aus Künzelsau und SAVRVS BROTHERS aus Pecs/ Ungarn, welche auch jeweils noch recht neu sind.

Die Aufnahmen sind super auf die Atmosphäre der Songs selbst abgestimmt, so dass es insgesamt noch düsterer klingt. Songwriting, Covergestaltung, Sound… man merkt, dass sich hier Gedanken gemacht wurden und alles aufeinander abgestimmt wurde.

Die insgesamt 5 düsteren und atmosphärischen Songs überrumpeln einen nahezu. Obwohl man sich größtenteils im Mid-Tempo bewegt, spürt man ganz deutlich die Energie, die von jedem Instrument einzeln ausgeht. Ich kenne sonst kaum eine Platte, bei der mir bewusst die Bassspur aufgefallen wäre..

Besonders gut gefällt mir „Sermon“, welcher erst einmal nur mit dem wunderschönen Klang von treibenden Blastbeats beginnt, um letztendlich genau so weiterzumachen.

Der Titeltrack wiederum kommt mit einem einprägsamen Refrain, der direkt im Ohr bleibt.

Alles in allem ein sehr vielversprechendes erstes Release. „Leviathan“ hätte man sich meiner Meinung nach sparen können. Der Akustiksong ist durchaus nett anzuhören, aber eben auch nichts weltbewegendes.

Wer auf düsteren Hardcore im Stile von OATHBREAKER oder CVLT OF GRACE steht, sollte hier zulangen!

- dizzie

https://www.facebook.com/baitofficial

https://www.facebook.com/WoodhammerEntertainment

https://www.facebook.com/savrvsbros

Reflektion des Besonderen

Wenn das als etwas Besonderes geglaubte seine Besonderheit verliert, muss der Besondere sich an die Tatsache gewöhnen, nichts Besonderes mehr zu sein.. sondern üblich. Wer sagt, dass der Besondere überhaupt jemals für jemanden besonders war, nur weil er in dem Anderen etwas besonderes gesehen hat? Und was macht das Besondere aus? Wie wird der Besondere plötzlich üblich; auf eine besondere Art und Weise sogar selbstverständlich? Wenn das Besondere so schnell an Besonderheit verloren hat, kann es dann überhaupt jemals so besonders gewesen sein, wie gedacht? Doch trotz all der Zweifel stellt sich durch das Bewusstsein des Selbstverständlichen schließlich doch heraus, dass das Nicht-besondere letztlich doch besonders war, solange man es selbst als etwas Besonderes in Erinnerung behält.

- dizzie

Nägel

Stillgestanden im Fortschritt – durch den Widerspruch in mir selbst

Ich glaubte gefunden zu haben, was ich suche, wonach es mir sehnt.

Die Sicherheit, in der ich mich glaubte,

Eiserne Nägel, die anfingen zu rosten.

Ein Schein der Sicherheit, im Schutz der Abhängigkeit.

Stillgestanden, um nicht mehr reflektieren zu müssen;

Oder nur, um den Schmerz der Nägel nicht mehr zu spüren?

Je länger und tiefer die Nägel im Fleische rosten,

Desto schneller stirbt die Aussicht auf Zufriedenheit und Wohlwollen.

Mit dem Geschmack von Salz auf den Lippen,

Ziehe ich Nagel für Nagel.

Um die Löcher, die sie hinterlassen,

Mit neuen Erinnerungen zu füllen.

- dizzie

Twelve

love is lovely
but reality tells another story
our words are still the same
but we do speak in different languages
“i will never lie to myself again”, i wrote once
- it was a lie as always
my words are painting things in grey
even the brightest colour seems to be colourless
some days ago, i drew a picture out of emotions
surrounded by arms that kept me breathing
pictures are fading, bombs are still ticking
and to be honest, these arms left me breathless

even though i never believed in gods and masters
i was building up a throne some days ago
i’ve built it as high as the highest mountain
so it was hard to reach it for anyone
i’ve always thought it’s giving me a basement
to keep the progress going on
but i recognized that if i want to avoid a stagnation
i have to tear down this throne

but i won’t say goodbye
cause i’ve never been welcome
and i won’t close this chapter
did you read it? it’s about us
for a long time we walked the same path
although there has never been a common direction
for sure i will keep walking this path
nevertheless which direction you’ll choose

i won’t say goodbye
cause goodbye means going away
and going away
means forgetting

- dizzie